Wasser hat doch Balken: Wasserstrahlschneiden in der Industrie

Wasserstrahl-Praezisionsschneidkopf (Bildrechte: Innomax AG)
Wasserstrahl-Praezisionsschneidkopf (Bildrechte: Innomax AG)

Wer Zuhause den Wasserhahn im Badezimmer aufdreht, kann sich mit dem dabei auftretenden Wasserdruck ohne Probleme die Hände waschen oder duschen, aber damit etwas zerschneiden zu wollen ist nicht möglich und das ist ja zum Glück auch gut so. Aber es geht. Ein Wasserstrahl kann so manipuliert werden, dass praktisch alle Materialien damit zu schneiden sind. Vom Schaumstoff bis hin zu einem Saphir. In dem dabei angewandten Verfahren wird Wasser unter einen enorm hohen Druck gesetzt und anschließend über feine Düsen auf das zu schneidende Material gelenkt. Ein Vergleich zeigt den Unterschied. Das öffentliche Wassernetz, aus dem die Haushalte ihr Wasser beziehen, arbeitet durchschnittlich mit 3 bis 4 bar Wasserdruck. Ein Wasserhahn besitzt üblicherweise einen Durchmesser von ½ bis ¾ Zoll, das entspricht etwa 1,25 cm bis 1,89 cm. Beim Wasserstrahlschneiden wird mit bis zu 2 x 4000 bar gearbeitet und es werden je nach Anwendung Düsen verwendet, die einen Durchmesser von gerade mal 0,2 mm besitzen. Von Wasser wird mit Recht behauptet, dass es sich immer den Weg des geringsten Widerstandes sucht. Mit einem Wasserstrahlschneider ist dies absolut nicht der Fall.

Was wird per Wasserstrahl bearbeitet?

Eine Vielzahl von Industriebetrieben haben die Vorteile des Wasserstrahlschneidens für ihre Produkte erkannt und produzieren mit eigenen Maschinen oder lassen in Lohnfertigung Bauteile fertigen. Wie umfangreich die Anwendungen oder Zielgruppen zum Wasserstrahlschneiden sind, zeigt sich auf den Seiten der Innomax AG im Internet.

Warnschild Warnzeichen Handverletzung Hochdruck (© T. Michel - Fotolia.com)
Warnzeichen Handverletzung Hochdruck (© T. Michel – Fotolia.com)

Hier finden sich sowohl industrielle Anwender wie die Lebensmittelfabrikation oder die Energiewirtschaft und natürlich auch die Automotive sowie der Maschinen- und Anlagenbau. Daneben werden medizinische Geräte und Instrumente wie auch Werkstücke der Luft-und Raumfahrt mithilfe des Wasserstrahls hergestellt. Nicht zu vergessen das Bauwesen und auch staatliche Institutionen. Hauptsächlich wird das Wasserstrahlschneiden zur Bearbeitung von Metallen genutzt, aber auch Glas, Granit, Hartfaserplatten, Holz, Kunststoffe, Gummi, Marmor, Plexiglas, Fliesen oder der bereits erwähnte Schaumstoff sowie weitere Materialien werden in exakt geschnittene Werkstücke mit teils komplexen Formen umgewandelt. Die maximale Stärke, in der per Wasserstrahl geschnitten werden kann, ist natürlich von der Härte und Dichte des Materials abhängig. Edelstahl etwa kann im Durchschnitt noch mit einer Dicke von 120 mm bearbeitet werden, Kunststoffe bis etwa 120 mm und die sehr harten keramischen Fliesen etwa bis 100 mm.

Höchste Präzision durch Wasser

Materialien, die mittels eines Wasserstrahls bearbeitet werden, zeigen aufgrund der minimalen Erwärmung während der Bearbeitung kaum eine Veränderung in der molekularen Struktur. Zudem ist die Schnittkante so sauber, dass keine Nachbearbeitung notwendig ist und durch die extrem schmale Schnittbreite lassen sich selbst winzigste Schnittmuster realisieren. Wie das im Detail aussieht und welche Leistungen in diesem Bereich erbracht werden, sowohl in der Auftragsfertigung wie auch mit eigenen Maschinen, zeigt sich im Internet unter http://www.innomax-wasserstrahlschneiden.de.
Das Unternehmen mit Stammsitz in Mönchengladbach und Zweigstelle in Wien
bietet seinen Kunden einen sehr guten Überblick zu den Möglichkeiten, die das Wasserstrahlschneiden bietet.

Kommentare sind abgeschaltet.